Der erste rabbi der jüdischen Gemeinde von der Stadt Pest wurde 1796 erwählt. Am Ende der 1850-er Jahre, als die Gemeinde schon 30.000 Seelen zählte, wurde eine Kommission für den Bau einer Synagoge unter der Leitung des Rabbi Löw Schwab ernannt. Die Ausschreibung hatte der deutsche Architekt Ludwig Förster der auch die Plänne der Großen Wiener Synagoge entwarf. Die Bauarbeiten nahmen 1854 ihren Anfang, die Einweinhungfeier fand in Jahre 1859, mit der Teilnahme zahlreichen Gläubigen statt.

In der Nachbarschaft wurde Tivadar Herzl, der Erträumer des jüdischen Staates geboren. In dieser Synagoge sammelte sich das Judentum von Pest 1860 um die Forderungen der post-revolutionären (1848) ungarische Freiheitsbewegung zu unterstützen. Unter den Teilnähmern des Gottensdienstes befanden sich Staatsmänner, Wissenschaftler, Künstler und Schriftsteller, ungeachtet ihrer Konfession. Die erste kircliche Rede in ungarischer Sprache wurde von Samuel Kohn gehalten.
Der kleine Raum beim Eingang war zwischen 1929-31 verfertigt. Die Arkade mit 7 Bogen (im Innern eine kleine Parkanlage bildend) endet sich hinter der Synagoge im "Tempel der Helden", entworfen von Laszlo Vago und Ferenc Farago, dem Andenken der im ersten Weltkrieg gefallenen 10.000 Juden gewidmet. Das Jüdische Museum auf dem Eckgrundstück (erbaut nach Plänen von Laszlo Vago) wurde 1932 eingeweiht. Während der Belagerung 1945 war die Synagoge von 27 Schüßen getroffen. Im Ihren Garten befindet sich "Der Friedhof der Märtyrer": die Ruhestätte 7000 Toten von den Opfern des Budapester Gettos, welcher in den letzten Kriegsmonaten hier aufgestellt war.
Beschreibung:
Das Gebäude in der Dohany Gasse ist heute die grüßte, for Gottesdienste benützte Synagoge des Kontinents. Sie diente als Vorbild bei dem Bau aller anderen Synagogen im Lande. Über dem Haupteingang erheben sich zwei 43.61 m hohe Türme mit Zwiebelkuppeln, dazwischen am Dach befinden sich die zwei Steintafeln mit den Zehn Geboten. Das Ganze Außere des Gäbaudes ist mit bunten Keramikplatten verziert. Der monumentale innere Raum ist im dunkel wirkenden Maurischen Stil dekoriert. Der Hauptschiff ist an beiden Seiten von zwei Stockwerk hohen Frauenchor umgeben. Die ganze Decke stützt sich auf eine Gußeiserne Säulenstruktur.

Die Kanzeln an beiden Seiten sind reichlich verziert, in der Reihen der Bänke bewahre Messingplatten die Plätze der einstigen " Ewigbesitzer" Die Zahl der Sitze ist ungefähr 3000. In der Bundeslade an der östlichen Seite sind die Handgeschriebenen Rollen der Thora aufbewahrt. Ein sich automatisch öffnender alter Samtvorhang bedeckt die prächtige Holzverkleidung der Lade. Über die Bundesladennische (innere Austattung von Frigyes Feszl, Architekt der pester Redoute) befindet sich das Chor und schönklingende Orgel.






